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Burnout

Wissenschaftlich fundierter Burnout-Test nach dem Copenhagen Burnout Inventory (CBI): 19 Fragen, sofortige Auswertung mit Einordnung – kostenlos und anonym.

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Anhaltende Erschöpfung, das Gefühl, ausgelaugt zu sein, und wachsende Distanz zur Arbeit können Anzeichen eines Burnouts sein. Dieser Selbsttest hilft Ihnen, Ihr persönliches Burnout-Risiko einzuordnen – anonym, kostenlos und in wenigen Minuten ausgefüllt. Der Test umfasst 19 Fragen zu Ihrer allgemeinen Erschöpfung, zur Belastung durch Ihre Arbeit und zur Arbeit mit anderen Menschen. Geben Sie jeweils an, wie häufig etwas auf Sie zutrifft (von „Nie / sehr selten“ bis „Sehr oft“) beziehungsweise in welchem Ausmaß (von „In sehr geringem Maß“ bis „In sehr hohem Maß“).

Wie funktioniert der Burnout-Test?

Der Test beruht auf dem Copenhagen Burnout Inventory (CBI), das Tage Kristensen und Kolleg:innen am dänischen Nationalen Forschungszentrum für Arbeitsumwelt entwickelt und 2005 veröffentlicht haben. Das CBI ist international etabliert und erfasst Burnout in drei Bereichen: persönliche Erschöpfung (körperliche und emotionale Erschöpfung im Alltag), arbeitsbezogene Erschöpfung (Erschöpfung, die Sie Ihrer Arbeit zuschreiben) und klientenbezogene Erschöpfung (Belastung durch die Arbeit mit Menschen – etwa Klient:innen, Patient:innen, Kund:innen oder Schüler:innen). Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Jede Antwort wird mit 0 bis 4 Punkten bewertet, die Punkte aller 19 Fragen werden addiert. Werte von 0 bis 25 sprechen für ein niedriges Burnout-Risiko. Bei 26 bis 50 Punkten liegt ein mittleres Risiko vor – achten Sie bewusst auf Ihre Belastungen und Erholungsphasen. Werte von 51 bis 75 deuten auf ein hohes Risiko hin; professionelle Beratung und gezielte Stressbewältigung sind ratsam. Ab 76 Punkten gilt das Risiko als sehr hoch – professionelle Hilfe und eine Veränderung der Arbeitsbedingungen werden dringend empfohlen. Diese Bereiche sind Orientierungswerte, keine diagnostischen Grenzen.

Was ist ein Burnout?

Die Weltgesundheitsorganisation führt Burnout in der ICD-11 nicht als eigenständige Krankheit, sondern als arbeitsbezogenes Phänomen: ein Syndrom infolge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wurde. Kennzeichnend sind drei Dimensionen: ein Gefühl von Energielosigkeit und Erschöpfung, zunehmende mentale Distanz zur Arbeit oder eine zynische Haltung ihr gegenüber sowie ein verringertes berufliches Leistungsgefühl. Ein Burnout entwickelt sich meist schleichend über Monate. Einen ausführlichen Überblick über Symptome und Warnzeichen finden Sie auf unserer Seite zum Thema Burnout.

Burnout oder Depression?

Burnout und Depression überschneiden sich in Symptomen wie Erschöpfung, Schlafproblemen und Rückzug. Ein wichtiger Unterschied: Ein Burnout bleibt meist auf den Arbeitskontext bezogen, während eine Depression alle Lebensbereiche erfasst – auch Dinge, die früher Freude gemacht haben. Aus einem unbehandelten Burnout kann sich jedoch eine Depression entwickeln, und hinter vermeintlichen Burnout-Beschwerden steht nicht selten eine depressive Erkrankung. Wenn Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Antriebslosigkeit auch außerhalb der Arbeit anhalten, hilft Ihnen unser Depressionstest bei der Einordnung.

Was tun bei Burnout-Anzeichen?

Nehmen Sie anhaltende Erschöpfung ernst. Erste Schritte sind eine ehrliche Bestandsaufnahme der Belastungen, feste Erholungszeiten, klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sowie ausreichend Bewegung und Schlaf. Sprechen Sie, wenn möglich, mit Ihrer Führungskraft oder dem betriebsärztlichen Dienst über die Arbeitsbelastung. Wenn die Erschöpfung trotz Erholung bestehen bleibt, Ihre Leistungsfähigkeit deutlich sinkt oder depressive Symptome hinzukommen, ist professionelle Unterstützung sinnvoll: In einer Psychotherapie lassen sich Belastungsmuster wie überhöhte Ansprüche an sich selbst gezielt bearbeiten. Eine Online-Psychotherapie bei approbierten Therapeut:innen ist ohne lange Wartezeit möglich – den passenden Menschen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche.

Selbsttest starten: 19 Fragen beantworten

Wie oft fühlen Sie sich müde?

Wie oft sind Sie körperlich erschöpft?

Wie oft sind Sie emotional erschöpft?

Wie oft denken Sie: 'Ich halte es nicht mehr aus'?

Wie oft fühlen Sie sich ausgelaugt?

Wie oft fühlen Sie sich geschwächt und anfällig krank zu werden?

Fühlen Sie sich am Ende eines Arbeitstages ausgelaugt?

Sind Sie am Morgen schon beim Gedanken an den bevorstehenden Arbeitstag erschöpft?

Empfinden Sie jede Arbeitsstunde als ermüdend?

Haben Sie genügend Energie für Familie und Freunde in Ihrer Freizeit?

Ist Ihre Arbeit emotional erschöpfend?

Frustriert Sie Ihre Arbeit?

Fühlen Sie sich aufgrund Ihrer Arbeit ausgebrannt?

Fällt es Ihnen schwer, mit Klienten zu arbeiten?

Finden Sie es frustrierend, mit Klienten zu arbeiten?

Raubt es Ihnen Ihre Energie, mit Klienten zu arbeiten?

Haben Sie das Gefühl, dass Sie mehr geben als Sie zurückbekommen, wenn Sie mit Klienten arbeiten?

Ermüdet es Sie, mit Klienten zu arbeiten?

Fragen Sie sich, wie lange Sie es noch schaffen werden, mit Ihren Klienten zu arbeiten?

Häufige Fragen

Was ist das Copenhagen Burnout Inventory (CBI)? +

Das CBI ist ein 2005 von Tage Kristensen und Kolleg:innen veröffentlichter Fragebogen zur Erfassung von Burnout. Er unterscheidet drei Bereiche: persönliche Erschöpfung, arbeitsbezogene Erschöpfung und Erschöpfung durch die Arbeit mit Menschen. Das CBI ist international verbreitet und wird in der Arbeits- und Gesundheitsforschung regelmäßig eingesetzt; unser Test beruht auf einer deutschsprachigen Fassung.

Wie wird der Burnout-Test ausgewertet? +

Jede der 19 Fragen wird mit 0 bis 4 Punkten bewertet und alle Punkte werden addiert. Werte von 0 bis 25 sprechen für ein niedriges, 26 bis 50 für ein mittleres und 51 bis 75 für ein hohes Burnout-Risiko; ab 76 Punkten gilt das Risiko als sehr hoch. Die Bereiche sind Orientierungswerte, keine Diagnose.

Ist dieser Test eine Diagnose? +

Nein. Der Test ist eine Selbsteinschätzung auf Basis des Copenhagen Burnout Inventory und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung. Er kann aber helfen, die eigene Belastung einzuordnen und zu entscheiden, ob eine professionelle Abklärung sinnvoll ist – zumal sich hinter Erschöpfung auch körperliche Ursachen oder eine Depression verbergen können.

Ist Burnout eine anerkannte Krankheit? +

In der ICD-11 der Weltgesundheitsorganisation ist Burnout nicht als eigenständige Krankheit, sondern als arbeitsbezogenes Phänomen klassifiziert, das die Gesundheit beeinflussen kann. Beschrieben wird es als Syndrom infolge von chronischem, nicht bewältigtem Arbeitsstress mit Erschöpfung, mentaler Distanz zur Arbeit und verringerter Leistungsfähigkeit. Krankschreibungen erfolgen in der Praxis oft unter begleitenden Diagnosen, etwa einer depressiven Episode.

Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression? +

Ein Burnout ist an den Arbeitskontext gebunden: Erschöpfung und Distanz beziehen sich vor allem auf den Job, und Erholung bringt zunächst noch Entlastung. Eine Depression erfasst dagegen alle Lebensbereiche und bessert sich nicht durch Urlaub. Die Symptome überschneiden sich jedoch stark, weshalb eine fachliche Abklärung wichtig ist – auch, weil sich aus einem Burnout eine Depression entwickeln kann.

Ich arbeite nicht direkt mit Klient:innen – ist der Test trotzdem aussagekräftig? +

Ja. Die Fragen zur Arbeit mit Klient:innen bilden nur einen von drei Bereichen des Tests. Sie können diese Fragen auf die Menschen beziehen, mit denen Sie beruflich am meisten zu tun haben – etwa Kund:innen, Patient:innen, Schüler:innen oder Kolleg:innen. Die Fragen zur persönlichen und arbeitsbezogenen Erschöpfung gelten unabhängig von der Tätigkeit.

Was hilft gegen Burnout? +

Kurzfristig helfen Entlastung, feste Erholungszeiten und klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Nachhaltig wirksam ist meist eine Kombination aus veränderten Arbeitsbedingungen und dem Bearbeiten eigener Muster wie Perfektionismus oder der Schwierigkeit, Nein zu sagen – etwa in einer Psychotherapie. Bleibt die Erschöpfung über Wochen bestehen, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.