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Spezifische Phobie

Orientierender Selbsttest auf spezifische Phobien: 16 Fragen zu Ängsten vor Höhen, Tieren, Blut und mehr, sofortige Auswertung – kostenlos und anonym.

Zum Test

Angst vor Spinnen, Höhen oder Spritzen kennen viele Menschen. Dieser Selbsttest hilft Ihnen einzuordnen, ob hinter Ihrer Angst eine spezifische Phobie stecken könnte – also eine ausgeprägte, anhaltende Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen. Er ist anonym, kostenlos und in wenigen Minuten ausgefüllt. Beantworten Sie jede der 16 Fragen mit Ja oder Nein: Ein Teil der Fragen bezieht sich auf typische Angstauslöser wie Höhen, Blut, Gewitter, Tiere, enge Räume oder Wasser, ein anderer Teil darauf, wie stark die Angst Ihr Leben beeinflusst.

Wie funktioniert der Test?

Der Test ist ein orientierender Selbsttest auf Basis etablierter Screening-Fragen zu spezifischen Phobien. Er erfasst zwei Dinge: erstens, ob typische Auslöser bei Ihnen starke Angst hervorrufen, und zweitens, welche Folgen die Angst hat – etwa körperliche Reaktionen wie Herzklopfen, Schwitzen und Kurzatmigkeit, ein langes Anhalten der Angst, Einschränkungen in Beruf und Privatleben oder ob Sie deswegen bereits ärztliche Hilfe oder Medikamente in Anspruch genommen haben. Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Für jede mit Ja beantwortete Frage erhalten Sie einen Punkt; der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 16 Punkten. Werte von 0 bis 5 sprechen für eine geringe Wahrscheinlichkeit einer spezifischen Phobie, Werte von 6 bis 10 für mögliche Hinweise und Werte von 11 bis 16 für starke Hinweise, bei denen eine professionelle Abklärung empfohlen wird. Entscheidend ist dabei weniger, wovor Sie sich fürchten, sondern wie stark die Angst Sie belastet und einschränkt.

Was ist eine spezifische Phobie?

Von einer spezifischen Phobie spricht man, wenn ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Situation zuverlässig eine starke, übertriebene Angstreaktion auslöst – obwohl die Betroffenen meist selbst wissen, dass die Angst unverhältnismäßig ist. Häufige Formen sind Tierphobien (etwa vor Spinnen, Schlangen oder Hunden), Höhenangst, Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen wie Aufzügen), Flugangst, die Angst vor Gewitter sowie die Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie. Spezifische Phobien gehören zu den häufigsten Angststörungen und beginnen oft schon in Kindheit oder Jugend.

Warum Vermeidung die Angst aufrechterhält

Der Motor jeder Phobie ist die Vermeidung: Wer der gefürchteten Situation ausweicht, erlebt kurzfristig Erleichterung – und genau diese Erleichterung bestätigt dem Gehirn, dass die Situation gefährlich war. So bleibt die Angst dauerhaft bestehen oder weitet sich sogar aus. Problematisch wird eine Phobie dann, wenn die Vermeidung den Alltag spürbar einschränkt – etwa wenn Sie Arzttermine aufschieben, Reisen absagen oder berufliche Aufgaben und gesellschaftliche Anlässe wegen der Angst meiden.

Was tun bei einer spezifischen Phobie?

Spezifische Phobien lassen sich gut behandeln – oft in vergleichsweise kurzer Zeit. Als wirksamste Methode gilt die Expositionstherapie im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie: Dabei nähern Sie sich der gefürchteten Situation schrittweise und in sicherem Rahmen an, bis die Angstreaktion nachlässt. Wenn die Angst Ihren Alltag einschränkt, lohnt sich professionelle Unterstützung: Eine Online-Psychotherapie ist ohne lange Wartezeit möglich – passende Therapeut:innen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche. Bezieht sich Ihre Angst eher auf Menschenmengen und öffentliche Plätze oder auf plötzliche Panikattacken, helfen Ihnen unser Agoraphobie-Test und der Panikstörung-Test bei der weiteren Einordnung.

Selbsttest starten: 16 Fragen beantworten

Vor Höhen?

Hat diese Angst oder das Vermeiden dieser Situation wesentlich in Ihr normales Leben eingegriffen?

Davor, Blut zu sehen?

Vor Stürmen, Donner oder Blitz?

Vor Schlangen, Vögeln, Insekten oder anderen Tieren?

Vor geschlossenen Räumen (z.B. Aufzugkabinen)?

Vor Blut oder eine Spritze zu bekommen?

Davor, im Wasser (z.B. Swimmingpool, Meer) zu sein?

Hat eine dieser Ängste Monate oder gar Jahre angedauert?

Haben Sie mit einem Arzt über diese Ängste gesprochen?

Haben Sie wegen dieser Angst Medikamente genommen?

Hat diese Angst oder das Vermeiden dieser Situation wesentlich in Ihr normales Leben eingegriffen?

Hat diese Angst Sie jemals sehr belastet?

Hat die Angst Sie jemals daran gehindert, eine berufliche Aufgabe zu bewältigen, neue Verantwortlichkeiten an Ihrem Arbeitsplatz zu übernehmen oder eine neue Stelle anzutreten?

Hat die Angst Sie jemals daran gehindert, zu einer Feier oder einer sonstigen gesellschaftlichen Veranstaltung zu gehen?

Wenn Sie sich in einer Angstsituation befanden oder wenn Sie an eine solche Situation dachten, wurden Sie da fast immer nervös oder "panisch"? Schwitzten Sie? Hatten Sie Herzklopfen? Waren Sie kurzatmig?

Häufige Fragen

Ist dieser Test eine Diagnose? +

Nein. Der Test ist eine orientierende Selbsteinschätzung anhand typischer Angstauslöser und ihrer Folgen im Alltag. Ob tatsächlich eine spezifische Phobie vorliegt, können nur Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen feststellen. Das Ergebnis kann aber ein guter Ausgangspunkt für ein solches Gespräch sein.

Wie wird der Test ausgewertet? +

Für jede mit Ja beantwortete Frage erhalten Sie einen Punkt, insgesamt also 0 bis 16 Punkte. Werte von 0 bis 5 sprechen für eine geringe Wahrscheinlichkeit einer spezifischen Phobie, 6 bis 10 für mögliche und 11 bis 16 für starke Hinweise, bei denen eine professionelle Abklärung empfohlen wird. Die Schwellen sind Orientierungswerte, keine Diagnose.

Was sind die häufigsten spezifischen Phobien? +

Besonders verbreitet sind Tierphobien, etwa vor Spinnen, Schlangen oder Hunden, sowie Höhenangst, Flugangst, Klaustrophobie und die Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie. Auch Ängste vor Gewitter oder tiefem Wasser kommen häufig vor. Viele dieser Ängste beginnen bereits in der Kindheit oder Jugend.

Wann wird eine Angst zur Phobie? +

Eine gewisse Vorsicht vor Höhen oder Schlangen ist normal und sogar sinnvoll. Von einer Phobie spricht man, wenn die Angst deutlich übertrieben ist, regelmäßig auftritt, lange anhält und zu Vermeidung führt, die den Alltag einschränkt – etwa bei Arztterminen, Reisen oder im Beruf. Entscheidend sind also Leidensdruck und Beeinträchtigung, nicht der Auslöser selbst.

Warum verschwindet die Angst nicht von selbst? +

Weil Vermeidung die Angst aufrechterhält: Wer der gefürchteten Situation ausweicht, erlebt kurzfristig Erleichterung, und das Gehirn lernt, dass die Situation vermeintlich gefährlich war. Die Angst bekommt so nie die Gelegenheit, sich als unbegründet zu erweisen. Genau hier setzt die Behandlung an.

Wie wird eine spezifische Phobie behandelt? +

Die wirksamste Methode ist die Expositionstherapie im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie: Unter therapeutischer Begleitung nähern Sie sich der gefürchteten Situation schrittweise an, bis die Angstreaktion nachlässt. Spezifische Phobien sprechen darauf in der Regel gut an, oft schon nach wenigen Sitzungen.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.