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Panikstörung

Panikstörung-Selbsttest: 4 kurze Ja/Nein-Fragen zu Panikattacken, sofortige Auswertung mit Einordnung Ihres Ergebnisses – kostenlos und anonym.

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Herzrasen, Atemnot, Schwindel – und danach die Angst, dass es jederzeit wieder passieren könnte: Panikattacken sind sehr belastend, aber gut behandelbar. Dieser Test hilft Ihnen einzuschätzen, ob Ihre Beschwerden auf eine Panikstörung hindeuten könnten. Er ist anonym, kostenlos und in einer Minute ausgefüllt: Beantworten Sie die 4 Fragen zu Angstattacken in den letzten vier Wochen einfach mit Ja oder Nein.

Wie funktioniert der Panikstörung-Test?

Die vier Fragen orientieren sich an den Einstiegsfragen des Panikmoduls aus dem Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ-D), einem in der hausärztlichen und psychotherapeutischen Praxis etablierten Screening-Instrument. Gefragt wird, ob Sie in den letzten vier Wochen eine Angstattacke hatten, ob das früher schon vorgekommen ist, ob Attacken völlig unerwartet auftreten und ob sie Sie stark beeinträchtigen oder Sie Angst vor weiteren Attacken haben – genau diese Merkmale sind für eine Panikstörung kennzeichnend. Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Für jedes Ja gibt es einen Punkt, der Gesamtwert liegt also zwischen 0 und 4. Bei 0 bis 2 Punkten ist eine Panikstörung nach diesem Screening wenig wahrscheinlich. 3 Punkte gelten als möglicher Hinweis auf eine Panikstörung – eine weitere Abklärung wird empfohlen. Wer alle vier Fragen mit Ja beantwortet (4 Punkte), zeigt starke Hinweise auf eine Panikstörung; hier ist eine professionelle Diagnostik ratsam. Sinnvoll ist in diesem Fall auch eine körperliche Untersuchung, denn Beschwerden wie Herzrasen können auch organische Ursachen haben, etwa eine Schilddrüsenüberfunktion.

Panikattacke oder Panikstörung?

Eine einzelne Panikattacke ist noch keine Erkrankung – viele Menschen erleben irgendwann in ihrem Leben eine. Typisch sind plötzlich einsetzendes Herzrasen, Engegefühl in der Brust, Atemnot, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Entfremdungsgefühle und die Angst, zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren. Die Symptome erreichen meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und klingen dann von selbst wieder ab. Von einer Panikstörung sprechen Fachleute, wenn Panikattacken wiederholt und unerwartet auftreten und Betroffene über Wochen in ständiger Sorge vor der nächsten Attacke leben (Erwartungsangst) oder ihr Verhalten deshalb deutlich verändern. Mehr über Angsterkrankungen erfahren Sie in unserem Überblick zu Angststörungen.

Vermeidung und Agoraphobie

Aus Angst vor der nächsten Attacke beginnen viele Betroffene, bestimmte Situationen zu meiden – Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrstühle oder überhaupt Orte, an denen im Notfall keine schnelle Hilfe oder Flucht möglich wäre. Entwickelt sich daraus ein festes Vermeidungsmuster, sprechen Fachleute von einer Agoraphobie, die häufig gemeinsam mit einer Panikstörung auftritt. Das Vermeiden verschafft kurzfristig Erleichterung, hält die Angst aber langfristig aufrecht und engt das Leben immer weiter ein. Wenn Sie solche Muster bei sich beobachten, kann unser Agoraphobie-Test eine zusätzliche Orientierung geben.

Was tun bei Panikattacken?

Akut hilft es, bewusst langsam und verlängert auszuatmen und sich zu erinnern: Eine Panikattacke ist sehr unangenehm, aber nicht gefährlich – sie klingt von selbst wieder ab. Versuchen Sie, in der Situation zu bleiben, statt zu flüchten; so lernt Ihr Körper, dass keine reale Gefahr besteht. Langfristig gilt die kognitive Verhaltenstherapie als Behandlung erster Wahl: Sie hilft, den Teufelskreis aus körperlichen Symptomen, Angstgedanken und Vermeidung zu durchbrechen. Auch Ausdauerbewegung und ein zurückhaltender Umgang mit Koffein und Alkohol können unterstützen. Wenn Panikattacken Sie wiederholt belasten, warten Sie nicht zu lange: Eine Online-Psychotherapie bei approbierten Therapeut:innen ist ohne lange Wartezeit möglich – den passenden Menschen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche.

Selbsttest starten: 4 Fragen beantworten

Hatten Sie in den letzten 4 Wochen eine Angstattacke (plötzliches Gefühl der Furcht oder Panik)?

Ist dies bereits früher einmal vorgekommen?

Treten manche dieser Anfälle völlig unerwartet auf d. h. in Situationen, in denen Sie nicht damit rechnen, dass Sie angespannt oder beunruhigt reagieren?

Empfinden Sie diese Anfälle als stark beeinträchtigend, und/oder haben Sie Angst vor erneuten Anfällen?

Häufige Fragen

Ist dieser Panikstörung-Test eine Diagnose? +

Nein. Der Test ist ein kurzes Screening zur Selbsteinschätzung, angelehnt an etablierte Fragen aus der hausärztlichen Praxis. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose. Ob tatsächlich eine Panikstörung vorliegt, kann nur eine fachliche Untersuchung klären – inklusive Ausschluss körperlicher Ursachen.

Wie wird der Panikstörung-Test ausgewertet? +

Jede der 4 Fragen wird mit Ja (1 Punkt) oder Nein (0 Punkte) beantwortet, der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 4 Punkten. 0–2 Punkte sprechen für eine geringe Wahrscheinlichkeit einer Panikstörung, 3 Punkte für mögliche Hinweise mit Empfehlung zur weiteren Abklärung, 4 Punkte für starke Hinweise – hier ist eine professionelle Diagnostik ratsam.

Was ist der Unterschied zwischen einer Panikattacke und einer Panikstörung? +

Eine Panikattacke ist ein einzelner Anfall intensiver Angst mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot und Schwindel – das erleben viele Menschen irgendwann einmal. Eine Panikstörung liegt erst vor, wenn solche Attacken wiederholt und unerwartet auftreten und Betroffene in anhaltender Sorge vor der nächsten Attacke leben oder ihr Verhalten deshalb deutlich verändern.

Sind Panikattacken gefährlich? +

Eine Panikattacke fühlt sich bedrohlich an, ist aber körperlich nicht gefährlich – Herzrasen und Atemnot sind Teil einer übersteigerten Alarmreaktion des Körpers und klingen von selbst ab. Wichtig ist trotzdem, neu auftretende Beschwerden einmal ärztlich abklären zu lassen, um körperliche Ursachen wie Herz- oder Schilddrüsenerkrankungen auszuschließen.

Wie lange dauert eine Panikattacke? +

Die Symptome erreichen meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und flachen dann wieder ab. Die meisten Attacken sind nach etwa 10 bis 30 Minuten weitgehend vorüber. Das Wissen, dass jede Attacke von selbst endet, ist für viele Betroffene bereits eine wichtige Hilfe.

Was hat eine Panikstörung mit Agoraphobie zu tun? +

Viele Menschen mit Panikstörung beginnen, Orte und Situationen zu meiden, in denen sie eine Attacke fürchten – etwa Menschenmengen, Busse und Bahnen oder weite Plätze. Verfestigt sich dieses Vermeidungsverhalten, spricht man von einer Agoraphobie. Beide Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf und werden dann auch gemeinsam behandelt.

Ist eine Panikstörung heilbar? +

Ja, die Behandlungsaussichten sind gut. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als Methode der ersten Wahl: Betroffene lernen, die körperlichen Symptome neu zu bewerten und gefürchtete Situationen schrittweise wieder aufzusuchen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser – auch, um einer Verfestigung von Vermeidungsverhalten vorzubeugen.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.