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Angst-Allgemein

Wissenschaftlich fundierter Angst-Test auf Basis des GAD-7: 7 Fragen, sofortige Auswertung mit Einordnung Ihres Ergebnisses – kostenlos und anonym.

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Angst ist zunächst eine normale und sogar lebenswichtige Reaktion. Wenn Sorgen und Anspannung jedoch überhandnehmen, kann dahinter eine behandelbare Angststörung stecken. Dieser Selbsttest hilft Ihnen, Ihre Ängstlichkeit besser einzuordnen – anonym, kostenlos und in wenigen Minuten ausgefüllt. Geben Sie für jede der 7 Beschwerden an, wie oft Sie in den letzten zwei Wochen davon betroffen waren: überhaupt nicht, an einzelnen Tagen, an mehr als der Hälfte der Tage oder beinahe jeden Tag.

Wie funktioniert der Angst-Test?

Der Test beruht auf dem GAD-7 (Generalized Anxiety Disorder Scale), einem Kurzfragebogen, den Robert L. Spitzer und Kolleg:innen 2006 zur Erfassung generalisierter Angstsymptome entwickelt haben. Der GAD-7 gehört international zu den am häufigsten eingesetzten Screening-Instrumenten für Angst und wird auch in deutschen Hausarzt- und Therapiepraxen verwendet. Die sieben Fragen erfassen zentrale Angstsymptome wie Nervosität, unkontrollierbare Sorgen, Anspannung und Reizbarkeit. Erhöhte Werte können neben der generalisierten Angststörung auch auf andere Angsterkrankungen wie eine Panikstörung oder soziale Angststörung hinweisen. Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Jede Antwort wird mit 0 bis 3 Punkten bewertet, der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 21 Punkten. Werte von 0 bis 5 sprechen für eine geringe Ausprägung von Angstsymptomen. Bei 6 bis 10 Punkten ist eine leichte Ausprägung möglich; eine weitere Abklärung kann sinnvoll sein. Werte von 11 bis 15 deuten auf eine mäßige Ausprägung hin – hier wird empfohlen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bei 16 bis 21 Punkten liegt eine starke Ausprägung vor, eine professionelle Diagnostik und Behandlung sind dringend anzuraten. Diese Schwellen sind Orientierungswerte, keine diagnostischen Grenzen.

Wann wird Angst zur Angststörung?

Angst warnt vor Gefahren und mobilisiert Kräfte – das ist gesund. Problematisch wird sie, wenn sie ohne reale Bedrohung auftritt, unverhältnismäßig stark ausfällt, über Wochen anhält und den Alltag einschränkt. Typisch ist auch Vermeidungsverhalten: Betroffene meiden zunehmend Situationen, die Angst auslösen könnten – dadurch verstärkt sich die Angst langfristig. Häufige Formen sind die generalisierte Angststörung mit anhaltenden Sorgen zu vielen Lebensbereichen, die Panikstörung mit plötzlichen Angstattacken, die soziale Angststörung sowie spezifische Phobien. Einen ausführlichen Überblick finden Sie auf unserer Seite zur Angststörung; bei plötzlichen Angstattacken kann ergänzend unser Panikstörung-Test hilfreich sein.

Körperliche Symptome der Angst

Angst zeigt sich nicht nur in Gedanken und Gefühlen, sondern auch im Körper: Herzklopfen, Engegefühl in der Brust, Zittern, Schwitzen, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen und Schlafprobleme sind häufig. Viele Betroffene suchen deshalb zunächst wegen körperlicher Beschwerden ärztliche Hilfe, bevor die Angst als eigentliche Ursache erkannt wird.

Was tun bei anhaltender Angst?

Hilfreich sind regelmäßige Bewegung, Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung oder Atemübungen und ein bewusster Umgang mit Koffein und Alkohol. Wichtig ist außerdem, angstauslösende Situationen nicht dauerhaft zu vermeiden, sondern sich ihnen schrittweise zu stellen. Wenn die Angst über Wochen anhält, Ihren Alltag einschränkt oder großen Leidensdruck verursacht, ist professionelle Unterstützung sinnvoll – Angststörungen lassen sich mit kognitiver Verhaltenstherapie gut behandeln. Eine Online-Psychotherapie bei approbierten Therapeut:innen ist ohne lange Wartezeit möglich – den passenden Menschen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche.

Selbsttest starten: 7 Fragen beantworten

Nervosität, Ängstlichkeit oder Anspannung

Nicht in der Lage sein, Sorgen zu stoppen oder zu kontrollieren

Übermäßige Sorgen bezüglich verschiedener Angelegenheiten

Schwierigkeiten zu entspannen

Rastlosigkeit, so dass Stillsitzen schwer fällt

Schnelle Verärgerung oder Gereiztheit

Gefühl der Angst, so als würde etwas Schlimmes passieren

Häufige Fragen

Was ist der GAD-7? +

Der GAD-7 (Generalized Anxiety Disorder Scale) ist ein 2006 von Robert L. Spitzer und Kolleg:innen veröffentlichter Kurzfragebogen mit sieben Fragen zu zentralen Angstsymptomen. Er gehört international zu den am besten untersuchten Screening-Instrumenten für Angststörungen und wird in Forschung und Praxis regelmäßig eingesetzt. Unser Test beruht auf einer deutschsprachigen Fassung dieses Fragebogens.

Wie wird der Angst-Test ausgewertet? +

Jede der 7 Fragen wird mit 0 bis 3 Punkten bewertet, der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 21 Punkten. Werte von 0 bis 5 sprechen für eine geringe, 6 bis 10 für eine mögliche leichte, 11 bis 15 für eine mäßige und 16 bis 21 für eine starke Ausprägung von Angstsymptomen. Die Schwellen sind Orientierungswerte, keine Diagnose.

Ist dieser Test eine Diagnose? +

Nein. Der Test ist eine Selbsteinschätzung auf Basis des wissenschaftlich etablierten GAD-7 und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose. Er kann aber ein guter Ausgangspunkt sein, um die eigene Ängstlichkeit einzuordnen und zu entscheiden, ob eine professionelle Abklärung sinnvoll ist.

Wann ist Angst krankhaft? +

Angst gilt als behandlungsbedürftig, wenn sie ohne reale Gefahr oder unverhältnismäßig stark auftritt, über Wochen anhält und den Alltag spürbar einschränkt – etwa durch ständige Sorgen, Vermeidung wichtiger Situationen oder starken Leidensdruck. Ob tatsächlich eine Angststörung vorliegt, kann nur eine fachliche Untersuchung klären.

Kann Angst körperliche Symptome verursachen? +

Ja, sehr häufig. Typisch sind Herzklopfen, Engegefühl in der Brust, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen und Schlafprobleme. Diese Beschwerden sind real und keine Einbildung – sie entstehen durch die körperliche Alarmreaktion. Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, um andere Ursachen auszuschließen.

Wie werden Angststörungen behandelt? +

Als Behandlung der ersten Wahl gilt die Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie mit schrittweiser Konfrontation angstauslösender Situationen. Je nach Ausprägung können ergänzend Medikamente wie Antidepressiva infrage kommen, deren Einsatz ärztlich begleitet wird. Angststörungen sprechen in der Regel gut auf Behandlung an.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.