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Essstörungen (EAT-26)

Wissenschaftlich fundierter Essstörungen-Test (EAT-26): 26 Fragen, sofortige Auswertung mit Einordnung Ihres Ergebnisses – kostenlos und anonym.

Zum Test

Ein belastetes Verhältnis zum Essen entwickelt sich oft schleichend – und viele Betroffene zweifeln lange, ob ihre Sorgen berechtigt sind. Dieser Selbsttest hilft Ihnen, Ihre Einstellungen zum Essen und Ihr Essverhalten besser einzuordnen. Er ist anonym, kostenlos und in wenigen Minuten ausgefüllt. Geben Sie für jede der 26 Aussagen an, wie häufig sie auf Sie zutrifft – von „Niemals“ bis „Immer“.

Wie funktioniert der Test?

Der Test beruht auf dem Eating Attitudes Test in seiner Version mit 26 Fragen (EAT-26), einem der international am häufigsten eingesetzten Screening-Instrumente für gestörtes Essverhalten. Er wird seit den 1980er-Jahren in Forschung und Praxis verwendet und erfasst Einstellungen zum Essen, zur Figur und zum eigenen Körper sowie typische Verhaltensweisen wie strenges Kontrollieren oder Vermeiden von Mahlzeiten. Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose – es kann aber ein wichtiger erster Schritt sein, um genauer hinzuschauen.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Punkte gibt es nur für die drei höchsten Häufigkeitsstufen: „Immer“ zählt 3 Punkte, „Meistens“ 2 und „Oft“ 1 Punkt; „Manchmal“, „Selten“ und „Niemals“ gehen mit 0 Punkten ein. Der Gesamtwert liegt damit zwischen 0 und 78 Punkten. Werte von 0 bis 20 sprechen für ein niedriges, Werte von 21 bis 30 für ein mittleres und Werte von 31 bis 78 für ein hohes Risiko einer Essstörung. Diese Schwellen sind Orientierungswerte, keine diagnostischen Grenzen: Wenn Essen, Figur und Gewicht Ihre Gedanken stark bestimmen oder Sie unter Ihrem Essverhalten leiden, nehmen Sie das auch bei einem niedrigen Wert ernst.

Was sind Essstörungen?

Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen – keine Phase, kein Lebensstil und keine Frage der Willensstärke. Zu den bekanntesten zählen Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und die Binge-Eating-Störung mit wiederkehrenden Essanfällen. Gemeinsam ist ihnen, dass sich Gedanken und Gefühle immer stärker um Essen, Figur und Gewicht drehen und das Selbstwertgefühl eng daran gekoppelt ist. Essstörungen können Menschen jeden Geschlechts und Alters treffen und den Körper erheblich belasten. Entscheidend ist: Sie sind behandelbar – und je früher Betroffene Unterstützung bekommen, desto besser sind die Aussichten auf Genesung.

Anzeichen: Wann wird Essverhalten problematisch?

Warnzeichen sind zum Beispiel ständiges Gedankenkreisen um Essen, strenge Regeln und Verbote, Schuldgefühle nach dem Essen, heimliches Essen oder wiederkehrende Essanfälle, das Vermeiden gemeinsamer Mahlzeiten sowie eine starke Angst vor Gewichtszunahme. Auch Gegenmaßnahmen wie Erbrechen, exzessiver Sport oder strenges Fasten sind ernste Signale. Häufig treten Essstörungen zusammen mit anderen Belastungen auf, etwa einer Depression oder Ängsten. Die Übergänge von einem angespannten Essverhalten zu einer Essstörung sind fließend – gerade deshalb lohnt es sich, früh hinzuschauen.

Was tun bei Verdacht auf eine Essstörung?

Sprechen Sie mit einer Person, der Sie vertrauen, und suchen Sie ärztlichen Rat – auch, um mögliche körperliche Folgen abklären zu lassen. Spezialisierte Beratungsstellen, etwa die Angebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (ehemals BZgA) oder des Bundesfachverbands Essstörungen, helfen kostenlos und vertraulich weiter. Die Behandlung erster Wahl ist eine Psychotherapie, bei Bedarf ergänzt durch medizinische Begleitung. Eine Online-Psychotherapie bei approbierten Therapeut:innen ist ohne lange Wartezeit möglich – passende Ansprechpartner:innen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche.

Selbsttest starten: 26 Fragen beantworten

Ich habe große Angst vor Übergewicht

Ich vermeide es zu essen, wenn ich Hunger habe

Das Thema Essen beschäftigt mich sehr

Ich hatte schon Freßanfälle, die ich nicht mehr stoppen konnte

Ich zerteile mein Essen in kleine Stücke

Ich weiß, wieviel Kalorien die Nahrungsmittel haben, die ich zu mir nehme

Ich meide vor allem kohlenhydratreiche Nahrungsmittel (z.B. Brot, Kartoffeln)

Ich merke, dass andere es gerne sähen, wenn ich mehr essen würde

Ich erbreche nach dem Essen

Nachdem ich gegessen habe, fühle ich mich sehr schuldig

Ich wünsche mir sehr, dünner zu sein

Wenn ich Sport mache, denke ich darüber nach, wieviel Kalorien ich dabei verbrauche

Andere Menschen sind der Meinung, dass ich zu dünn bin

Der Gedanke, Fett an meinem Körper zu haben, beschäftigt mich sehr

Ich brauche mehr Zeit als andere, um meine Mahlzeiten aufzuessen

Ich vermeide Speisen, die Zucker enthalten

Ich esse viele Diät-Produkte

Ich merke, dass Essen mein Leben bestimmt

Ich kontrolliere mein Essverhalten

Ich habe das Gefühl, dass andere mich zum Essen drängen

Ich verwende zu viel Zeit und zu viele Gedanken an das Essen

Ich fühle mich unwohl, nachdem ich Süßigkeiten gegessen habe

Mein Essverhalten beschäftigt mich sehr

Ich habe es gern, wenn mein Magen leer ist

Nach den Mahlzeiten habe ich den Drang, mich zu übergeben

Ich probiere neues, gehaltvolles Essen nicht gerne aus

Häufige Fragen

Ist dieser Test eine Diagnose? +

Nein. Der EAT-26 ist ein wissenschaftlich untersuchtes Screening-Instrument zur Selbsteinschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose. Ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Essstörung vorliegt – er ist ein Anlass, das eigene Essverhalten fachlich abklären zu lassen.

Wie wird der Test ausgewertet? +

Punkte gibt es nur für die drei höchsten Häufigkeitsstufen: „Immer“ zählt 3, „Meistens“ 2 und „Oft“ 1 Punkt; „Manchmal“, „Selten“ und „Niemals“ zählen 0 Punkte. Der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 78. Werte bis 20 sprechen für ein niedriges, 21 bis 30 für ein mittleres und 31 bis 78 für ein hohes Risiko einer Essstörung.

Was ist der EAT-26? +

Der Eating Attitudes Test (EAT-26) ist ein international weit verbreiteter Fragebogen zur Früherkennung von gestörtem Essverhalten. Die Version mit 26 Fragen wurde 1982 von einem Forschungsteam um den Psychologen David Garner veröffentlicht und wird seither in Forschung und Praxis eingesetzt – auch in deutschsprachigen Übertragungen.

Welche Essstörungen gibt es? +

Zu den häufigsten Essstörungen zählen Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und die Binge-Eating-Störung mit wiederkehrenden Essanfällen. Daneben gibt es Misch- und atypische Formen, die nicht vollständig in eines dieser Bilder passen, aber genauso ernst genommen werden sollten.

Ab wann ist mein Essverhalten problematisch? +

Warnzeichen sind ständiges Gedankenkreisen um Essen, Figur und Gewicht, strenge Regeln und Verbote, Schuldgefühle nach dem Essen, heimliches Essen oder Essanfälle sowie sozialer Rückzug bei Mahlzeiten. Entscheidend ist weniger eine einzelne Verhaltensweise als der Leidensdruck und der Verlust an Freiheit im Umgang mit Essen.

Sind Essstörungen heilbar? +

Ja, Essstörungen sind behandelbar. Die Behandlung erster Wahl ist eine Psychotherapie, bei Bedarf ergänzt durch medizinische und ernährungstherapeutische Begleitung. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Aussichten – auch deshalb lohnt es sich, schon bei einem Verdacht Beratung zu suchen.

Wo finde ich Hilfe bei einer Essstörung? +

Erste Anlaufstellen sind die Hausarztpraxis, psychotherapeutische Praxen und spezialisierte Beratungsstellen, etwa die Angebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (ehemals BZgA) oder des Bundesfachverbands Essstörungen. Bei körperlichen Warnzeichen wie Schwäche oder Kreislaufproblemen sollten Sie zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.