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Soziale Phobie

Orientierender Selbsttest auf soziale Phobie: 6 Fragen zu typischen Angstsituationen, sofortige Auswertung mit Einordnung – kostenlos und anonym.

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Herzklopfen vor einem Vortrag kennen die meisten Menschen – doch wenn die Angst vor sozialen Situationen den Alltag bestimmt, kann eine soziale Phobie dahinterstecken. Dieser Selbsttest hilft Ihnen, Ihre Angst in sozialen Situationen besser einzuordnen. Er ist anonym, kostenlos und in wenigen Minuten ausgefüllt. Beantworten Sie für jede der 6 beschriebenen Situationen mit Ja oder Nein, ob sie bei Ihnen deutliche Angst oder Unbehagen auslöst – etwa vor anderen zu sprechen, in der Öffentlichkeit zu essen oder zu schreiben, während Ihnen jemand zuschaut.

Wie funktioniert der Test?

Der Test ist ein orientierender Selbsttest. Er beruht auf typischen Situationen, wie sie auch in etablierten Fragebögen zur sozialen Angststörung abgefragt werden: Sprechen vor bekannten Personen oder vor einer kleinen Gruppe, Essen und Trinken in der Öffentlichkeit, Schreiben unter Beobachtung oder der Gang zur Toilette in Restaurant und Kino. Je mehr dieser Situationen bei Ihnen Angst auslösen, desto höher fällt Ihr Ergebnis aus. Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Für jede mit Ja beantwortete Frage erhalten Sie einen Punkt; der Gesamtwert liegt damit zwischen 0 und 6 Punkten. Werte von 0 bis 2 sprechen für eine geringe Wahrscheinlichkeit einer sozialen Phobie, Werte von 3 bis 4 für mögliche Hinweise und Werte von 5 bis 6 für starke Hinweise, bei denen eine professionelle Abklärung empfohlen wird. Entscheidend ist neben der Punktzahl immer, wie stark die Angst Sie im Alltag einschränkt.

Schüchternheit oder soziale Angststörung?

Schüchternheit ist eine weit verbreitete, völlig normale Eigenschaft: Viele Menschen sind in neuen Situationen zurückhaltend und tauen mit der Zeit auf. Eine soziale Angststörung (soziale Phobie) geht deutlich darüber hinaus. Im Zentrum steht die anhaltende Angst, von anderen negativ bewertet zu werden, sich zu blamieren oder peinlich aufzufallen. Typisch sind starke körperliche Reaktionen wie Erröten, Zittern, Schwitzen oder Herzrasen – und die Angst vor genau diesen sichtbaren Symptomen verstärkt den Teufelskreis. Betroffene vermeiden gefürchtete Situationen zunehmend oder überstehen sie nur unter großer Anspannung, was Beruf, Ausbildung und Freundschaften erheblich einschränken kann. Die soziale Phobie zählt zu den häufigsten Angststörungen und beginnt oft schon im Jugendalter.

Was tun bei sozialer Phobie?

Der wichtigste Schritt ist, die Vermeidung schrittweise zu durchbrechen: Jede gemiedene Situation bestätigt die Angst, jede bewältigte Situation schwächt sie. Als wirksamste Behandlung gilt die kognitive Verhaltenstherapie, in der ungünstige Denkmuster bearbeitet und gefürchtete Situationen gezielt geübt werden. Wenn die Angst Ihren Alltag spürbar einschränkt, warten Sie nicht, bis sich der Rückzug verfestigt: Eine Online-Psychotherapie ist gerade bei sozialen Ängsten ein niedrigschwelliger Einstieg – passende Therapeut:innen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche. Bezieht sich Ihre Angst eher auf Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel oder plötzliche Panikattacken, können auch unser Agoraphobie-Test oder der Panikstörung-Test zur Einordnung beitragen.

Selbsttest starten: 6 Fragen beantworten

Vor anderen Ihnen bekannten Personen zu sprechen?

Auf die Toilette gehen zu müssen (Restaurant, Kino)?

In der Öffentlichkeit zu essen oder zu trinken?

Mit anderen zu sprechen, weil Sie möglicherweise nichts zu sagen hätten oder "Unsinn" von sich geben könnten?

Zu schreiben, wenn Ihnen jemand zuschaut?

Vor einer kleinen Gruppe Menschen zu sprechen?

Häufige Fragen

Ist dieser Test eine Diagnose? +

Nein. Der Test ist eine orientierende Selbsteinschätzung anhand typischer sozialer Angstsituationen. Ob tatsächlich eine soziale Angststörung vorliegt, können nur Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen in einem ausführlichen Gespräch feststellen. Das Ergebnis kann aber ein guter Anlass sein, genauer hinzuschauen.

Wie wird der Test ausgewertet? +

Für jede mit Ja beantwortete Frage erhalten Sie einen Punkt, insgesamt also 0 bis 6 Punkte. Werte von 0 bis 2 sprechen für eine geringe Wahrscheinlichkeit einer sozialen Phobie, 3 bis 4 für mögliche und 5 bis 6 für starke Hinweise, bei denen eine professionelle Abklärung empfohlen wird. Die Schwellen sind Orientierungswerte, keine Diagnose.

Was ist der Unterschied zwischen Schüchternheit und sozialer Phobie? +

Schüchternheit ist eine normale Eigenschaft und kein Grund zur Sorge: Zurückhaltende Menschen können soziale Situationen bewältigen, auch wenn es sie Überwindung kostet. Bei einer sozialen Phobie ist die Angst vor negativer Bewertung so stark, dass Betroffene wichtige Situationen vermeiden oder nur unter großem Leiden durchstehen. Entscheidend sind das Ausmaß der Angst, die Vermeidung und die Einschränkungen im Alltag.

Welche Symptome sind typisch für eine soziale Phobie? +

Typisch sind starke Angst vor Situationen, in denen man im Mittelpunkt steht oder bewertet werden könnte, sowie körperliche Reaktionen wie Erröten, Zittern, Schwitzen und Herzrasen. Viele Betroffene fürchten gerade diese sichtbaren Symptome und vermeiden deshalb Vorträge, gemeinsames Essen oder Gespräche. Oft gehen der Angst tagelange Sorgen voraus, danach folgt quälendes Grübeln über das eigene Verhalten.

Geht eine soziale Phobie von selbst wieder weg? +

Ohne Behandlung verläuft eine soziale Angststörung häufig chronisch, weil die Vermeidung die Angst immer wieder bestätigt. Sie beginnt oft schon im Jugendalter und kann sich über Jahre verfestigen. Die gute Nachricht: Mit psychotherapeutischer Unterstützung, insbesondere kognitiver Verhaltenstherapie, sind die Erfolgsaussichten gut.

Wie wird eine soziale Phobie behandelt? +

Als Behandlung der ersten Wahl gilt die kognitive Verhaltenstherapie: Dort werden ungünstige Gedankenmuster bearbeitet und gefürchtete Situationen schrittweise geübt. In manchen Fällen können nach ärztlicher Abklärung ergänzend Medikamente sinnvoll sein. Ein früher Behandlungsbeginn verbessert die Aussichten deutlich.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.