Sucht · Selbsttest

Handysucht

Wissenschaftlich fundierter Handysucht-Test (SAS-SV): 10 Fragen, sofortige Auswertung mit Einordnung Ihres Ergebnisses – kostenlos und anonym.

  • 10 Fragen
  • Ca. 4 Min.
  • Kostenlos & anonym
  • Keine Diagnose

Ihr Selbsttest

Nehmen Sie sich einen ruhigen Moment

1 von 10

Machen Sie möglichst ehrliche Angaben und denken Sie nicht zu lange darüber nach. Geben Sie bei jeder Aussage an, wie sehr Sie ihr zustimmen: von 1 = „Ich stimme überhaupt nicht zu“ bis 6 = „Ich stimme stark zu“.

Frage 1 Aufgrund meiner Smartphone-Nutzung erledige ich geplante Aufgaben nicht

Über diesen Test

Handysucht: Hintergrund und Auswertung

Der Griff zum Smartphone ist für die meisten Menschen Alltag – doch manchmal kippt intensive Nutzung in ein Verhalten, das belastet. Dieser Handysucht-Test hilft Ihnen einzuschätzen, wie sehr Ihre Smartphone-Nutzung Ihren Alltag bestimmt. Er ist anonym, kostenlos und in wenigen Minuten ausgefüllt. Geben Sie für jede der 10 Aussagen auf einer Skala von 1 („Ich stimme überhaupt nicht zu“) bis 6 („Ich stimme stark zu“) an, wie sehr Sie ihr zustimmen – möglichst spontan und ehrlich.

Wie funktioniert der Test?

Die Fragen stammen aus der Smartphone Addiction Scale in ihrer Kurzversion (SAS-SV), die ein Forschungsteam um Min Kwon 2013 veröffentlicht hat. Die Skala wird international häufig in Studien eingesetzt, um suchttypische Symptome der Smartphone-Nutzung zu erfassen – etwa Kontrollverlust, Unruhe ohne das Gerät, vernachlässigte Aufgaben und Konflikte im Umfeld. Wichtig zu wissen: „Handysucht“ ist keine offiziell anerkannte Diagnose. Der Test ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose – er zeigt aber, ob Ihre Nutzung ein Ausmaß erreicht hat, das Aufmerksamkeit verdient.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Die Punktwerte der 10 Antworten werden addiert; der Gesamtwert liegt zwischen 10 und 60 Punkten. Werte von 10 bis 19 sprechen für ein niedriges, 20 bis 29 für ein mittleres und 30 bis 39 für ein hohes Risiko einer problematischen Smartphone-Nutzung. Bei 40 bis 60 Punkten ist das Risiko sehr hoch – dann ist professionelle Unterstützung dringend zu empfehlen. Diese Schwellen sind Orientierungswerte, keine diagnostischen Grenzen. Entscheidend ist, ob Sie selbst unter Ihrer Nutzung leiden oder wichtige Lebensbereiche beeinträchtigt sind.

Ab wann ist Handynutzung problematisch?

Nicht die reine Bildschirmzeit macht den Unterschied, sondern Funktion und Folgen der Nutzung. Kritisch wird es, wenn Sie die Nutzung nicht mehr steuern können, obwohl Sie es sich vornehmen; wenn Aufgaben, Schlaf oder Konzentration leiden; wenn Sie ohne Smartphone unruhig oder gereizt werden; oder wenn Menschen in Ihrem Umfeld sich zunehmend beschweren. Auch körperliche Beschwerden wie Nacken- oder Handgelenkschmerzen können Begleiterscheinungen sein. Häufig steckt hinter exzessiver Nutzung die Angst, etwas zu verpassen, oder das Bedürfnis, Stress und unangenehme Gefühle zu verdrängen.

Handysucht und psychische Gesundheit

Studien zeigen Zusammenhänge zwischen exzessiver Smartphone-Nutzung und Schlafproblemen, Stress, depressiven Symptomen und Ängsten – wobei die Nutzung oft beides ist: Folge und Verstärker der Belastung. Geht es weniger um das Gerät selbst als um bestimmte Online-Inhalte wie soziale Medien, Spiele oder Streaming, kann auch unser Internetsucht-Test (CIUS) eine hilfreiche Ergänzung sein.

Was tun bei Handysucht?

Bewährte erste Schritte: Machen Sie Ihre Nutzung sichtbar (Bildschirmzeit-Funktionen), schalten Sie nicht notwendige Benachrichtigungen ab, legen Sie handyfreie Zeiten und Orte fest – etwa beim Essen und im Schlafzimmer – und planen Sie bewusst Aktivitäten ohne Bildschirm. Wenn solche Veränderungen wiederholt scheitern, der Leidensdruck hoch ist oder Schule, Arbeit und Beziehungen ernsthaft leiden, ist professionelle Unterstützung sinnvoll. Eine Online-Psychotherapie bei approbierten Therapeut:innen ist ohne lange Wartezeit möglich – passende Ansprechpartner:innen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche.

Häufige Fragen

Nein. Der Test ist eine Selbsteinschätzung auf Basis der Smartphone Addiction Scale (Kurzversion). „Handysucht“ ist zudem keine offiziell anerkannte Diagnose. Ein hoher Wert bedeutet, dass Ihre Smartphone-Nutzung suchttypische Züge zeigt – und es sich lohnt, genauer hinzuschauen oder sich beraten zu lassen.

Quellen