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Agoraphobie

Orientierender Agoraphobie-Selbsttest: 5 Fragen zu typischen Angstsituationen, sofortige Auswertung mit Einordnung Ihres Ergebnisses – kostenlos und anonym.

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Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel oder weite Plätze: Wenn solche Situationen Angst auslösen und zunehmend gemieden werden, kann eine Agoraphobie dahinterstecken. Dieser Selbsttest hilft Ihnen, erste Hinweise einzuordnen. Er ist anonym, kostenlos und in weniger als einer Minute ausgefüllt. Beantworten Sie dazu 5 Fragen zu typischen Situationen mit Ja oder Nein – je nachdem, ob Sie in der jeweiligen Situation Angst oder starkes Unbehagen empfinden.

Wie funktioniert der Agoraphobie-Test?

Der Test ist ein orientierender Selbsttest. Die fünf Fragen greifen die typischen Situationsbereiche auf, die in der klinischen Diagnostik der Agoraphobie eine zentrale Rolle spielen: Menschenmengen und Warteschlangen, das Verlassen des Hauses, öffentliche Plätze, Verkehrsmittel sowie Situationen wie das Überqueren einer Brücke. Er bildet keinen standardisierten Fragebogen mit wissenschaftlich geprüften Grenzwerten ab. Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose.

Auswertung: Was bedeutet mein Ergebnis?

Für jede mit Ja beantwortete Frage erhalten Sie einen Punkt, der Gesamtwert liegt also zwischen 0 und 5 Punkten. 0 bis 2 Punkte sprechen für eine geringe Wahrscheinlichkeit einer Agoraphobie. Bei 3 bis 4 Punkten gibt es mögliche Hinweise – eine weitere Abklärung ist empfehlenswert. 5 Punkte gelten als starker Hinweis; hier sollten Sie eine professionelle Diagnostik in Anspruch nehmen. Entscheidend ist neben der Zahl der Situationen vor allem, wie stark die Angst Ihren Alltag einschränkt.

Was ist eine Agoraphobie?

Agoraphobie bezeichnet die Angst vor Situationen, aus denen eine Flucht schwierig oder peinlich wäre oder in denen im Notfall keine Hilfe erreichbar scheint. Betroffene fürchten häufig, in solchen Momenten eine Panikattacke, Schwindel oder Kontrollverlust zu erleben. Die Agoraphobie zählt zu den Angststörungen und tritt oft gemeinsam mit einer Panikstörung auf. Einen Überblick über die verschiedenen Formen gibt unser Artikel zu Angststörungen.

Wann wird die Angst zum Problem?

Viele Menschen fühlen sich in großen Menschenmengen zeitweise unwohl – das allein ist keine Störung. Problematisch wird es, wenn die Angst regelmäßig auftritt, stark belastet und zu Vermeidung führt: Betroffene meiden Busse und Bahnen, Einkaufszentren oder verlassen das Haus nur noch in Begleitung. Die Vermeidung verschafft kurzfristig Erleichterung, hält die Angst aber langfristig aufrecht und engt den Bewegungsraum immer weiter ein. Wenn Sie zusätzlich plötzliche Angstanfälle mit Herzrasen und Atemnot erleben, kann unser Panikstörung-Test eine sinnvolle Ergänzung sein.

Was tun bei Agoraphobie?

Der wichtigste Schritt ist, der Vermeidung nicht immer mehr Raum zu geben: Jede gemiedene Situation bestätigt die Angst. Agoraphobie ist gut behandelbar – die kognitive Verhaltenstherapie mit begleiteter Konfrontation gilt als Methode der ersten Wahl, bei Bedarf ergänzt durch Medikamente. Suchen Sie professionelle Hilfe, wenn die Angst Ihren Alltag spürbar einschränkt oder Sie bestimmte Orte bereits dauerhaft meiden. Eine Online-Psychotherapie bei approbierten Therapeut:innen ist ohne lange Wartezeit möglich – den passenden Menschen finden Sie über unsere Therapeut:innensuche.

Selbsttest starten: 5 Fragen beantworten

Vor Menschenmengen oder Schlange zu stehen?

Das Haus zu verlassen oder außerhalb des Hauses allein zu sein?

Sich auf öffentlichen Plätzen (Markt, Kino) aufzuhalten?

Sich im Auto, Zug, Bus oder Flugzeug zu befinden?

Oder eine Brücke zu überqueren?

Häufige Fragen

Ist dieser Agoraphobie-Test eine Diagnose? +

Nein. Der Test ist eine orientierende Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose. Er kann Ihnen aber helfen einzuordnen, ob Ihre Beschwerden in das Muster einer Agoraphobie passen und eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.

Wie wird der Agoraphobie-Test ausgewertet? +

Für jede mit Ja beantwortete Frage gibt es einen Punkt, der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 5 Punkten. 0 bis 2 Punkte sprechen für eine geringe Wahrscheinlichkeit, 3 bis 4 Punkte für mögliche Hinweise und 5 Punkte für starke Hinweise auf eine Agoraphobie. Die Einteilung ist eine Orientierung, keine diagnostische Grenze.

Was ist der Unterschied zwischen Agoraphobie und Platzangst? +

Umgangssprachlich wird „Platzangst“ oft für die Angst vor engen Räumen verwendet – das ist medizinisch die Klaustrophobie. Agoraphobie bezeichnet dagegen die Angst vor Situationen wie Menschenmengen, weiten Plätzen oder öffentlichen Verkehrsmitteln, in denen eine Flucht schwierig erscheint oder keine Hilfe erreichbar wäre.

Hängen Agoraphobie und Panikattacken zusammen? +

Ja, sehr häufig. Viele Betroffene entwickeln eine Agoraphobie nach ersten Panikattacken: Sie meiden Situationen, in denen eine erneute Attacke besonders bedrohlich wäre. Agoraphobie kann aber auch ohne Panikstörung auftreten. In der Diagnostik wird beides getrennt erfasst.

Ist Agoraphobie behandelbar? +

Ja, die Behandlungsaussichten sind gut. Als Methode der ersten Wahl gilt die kognitive Verhaltenstherapie, bei der Betroffene die gefürchteten Situationen schrittweise und therapeutisch begleitet wieder aufsuchen. Je nach Ausprägung können zusätzlich Medikamente eingesetzt werden.

Was passiert, wenn eine Agoraphobie nicht behandelt wird? +

Unbehandelt weitet sich die Vermeidung häufig aus: Der Bewegungsradius wird kleiner, soziale Kontakte und Beruf leiden, im Extremfall verlassen Betroffene das Haus kaum noch. Auch das Risiko für zusätzliche Beschwerden wie eine Depression steigt. Eine frühzeitige Behandlung kann diese Entwicklung aufhalten.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.