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Psychologischer Test für Kinder

Psychologischer Test für Kinder auf Basis der Pediatric Symptom Checklist (PSC-17): 17 Fragen für Eltern, sofortige Auswertung – kostenlos und anonym.

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Ist mein Kind nur in einer schwierigen Phase – oder steckt mehr dahinter? Dieser Test unterstützt Sie als Eltern dabei, das Verhalten und die Stimmung Ihres Kindes besser einzuordnen. Er ist anonym, kostenlos und in wenigen Minuten ausgefüllt: Geben Sie für jede der 17 Verhaltensbeschreibungen an, wie häufig Sie sie bei Ihrem Kind beobachten – nie, manchmal oder oft.

Wie funktioniert der Test?

Der Test beruht auf der Pediatric Symptom Checklist in ihrer Kurzform mit 17 Fragen (PSC-17). Die Checkliste wurde am Massachusetts General Hospital entwickelt und wird international zur Früherkennung psychosozialer Auffälligkeiten bei Kindern eingesetzt, etwa in kinderärztlichen Praxen. Die Fragen decken drei Bereiche ab: Aufmerksamkeit und Unruhe, emotionale Belastungen wie Traurigkeit und Sorgen sowie das Verhalten im Umgang mit anderen. Beantwortet wird der Fragebogen von den Eltern. Das Ergebnis ist eine Einschätzung aus Elternsicht – es ersetzt keine fachliche Untersuchung und keine Diagnose.

Auswertung: Was bedeutet das Ergebnis?

Jede Frage wird mit nie (0 Punkte), manchmal (1 Punkt) oder oft (2 Punkte) beantwortet; der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 34 Punkten. Werte von 0 bis 12 sprechen für keine oder nur geringe psychosoziale Auffälligkeiten. Werte von 13 bis 19 gelten als Hinweis, die Situation aufmerksam zu beobachten und gegebenenfalls eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Bei Werten von 20 bis 34 liegen starke Hinweise vor – hier wird eine fachliche Abklärung empfohlen. Bedenken Sie: Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme aus Ihrer Sicht als Eltern. Es sagt nichts darüber aus, was die Ursache möglicher Auffälligkeiten ist.

Wann ist kindliches Verhalten auffällig?

Trotzphasen, Konzentrationsschwankungen oder Rückzug in der Pubertät gehören zur normalen Entwicklung. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn Veränderungen über Wochen oder Monate anhalten, in mehreren Lebensbereichen auftreten – zu Hause, in Schule oder Kita, im Freundeskreis – und Ihr Kind erkennbar darunter leidet. Häufige Themen sind Ängste, gedrückte Stimmung, Aufmerksamkeitsprobleme und Konflikte mit anderen. Studien wie die KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts zeigen, dass etwa jedes fünfte Kind in Deutschland Hinweise auf psychische Auffälligkeiten hat – frühe Unterstützung hilft, eine Verfestigung zu verhindern. Viele Krankheitsbilder beginnen bereits im Kindes- und Jugendalter; Hintergrundwissen bieten unsere Überblicksseiten zu Depression und Angststörungen.

Was tun bei einem auffälligen Ergebnis?

Zunächst: Ruhe bewahren. Ein erhöhter Wert ist kein Urteil über Ihr Kind oder Ihre Erziehung, sondern ein Anlass, genauer hinzuschauen. Sprechen Sie altersgerecht mit Ihrem Kind und holen Sie die Einschätzung von Bezugspersonen aus Schule oder Kita ein. Erste Anlaufstelle ist die kinderärztliche Praxis: Sie kennt die Entwicklung Ihres Kindes, kann körperliche Ursachen ausschließen und bei Bedarf weitervermitteln – etwa an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen oder eine Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Termine vermittelt auch die Terminservicestelle unter der 116117. Kostenfreie Unterstützung bieten zudem Erziehungsberatungsstellen. Bitte beachten Sie: Die Therapieangebote von Therapy Lift richten sich an Erwachsene; für Kinder und Jugendliche sind die genannten kinder- und jugendspezifischen Anlaufstellen zuständig. Und wenn die Situation Sie als Mutter oder Vater selbst stark belastet, dürfen auch Sie sich Unterstützung holen – zum Beispiel über eine Online-Psychotherapie für Erwachsene.

Selbsttest starten: 17 Fragen beantworten

Zappelig, kann nicht still sitzen

Fühlt sich traurig, unglücklich

Hat zu viele Tagträume

Kann nicht teilen

Hat kein Verständnis für Gefühle anderer

Fühlt sich hoffnungslos

Kann sich schlecht konzentrieren

Hat Raufereien mit anderen Kindern

Ist bedrückt

Beschuldigt andere für eigene Schwierigkeiten

Hat offensichtlich weniger Spaß

Hält sich nicht an Regeln

Handelt wie von Motor getrieben

Ärgert andere

Macht sich viele Sorgen

Nimmt sich Dinge, die ihm nicht gehören

Ist leicht ablenkbar

Häufige Fragen

Ist dieser Test eine Diagnose? +

Nein. Der Test ist ein Screening aus Elternsicht auf Basis der Pediatric Symptom Checklist (PSC-17). Er kann Hinweise geben, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll ist, ersetzt aber keine Untersuchung durch Kinderärzt:innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen oder eine kinder- und jugendpsychiatrische Praxis.

Wie wird der Test ausgewertet? +

Jede der 17 Fragen wird mit nie (0 Punkte), manchmal (1 Punkt) oder oft (2 Punkte) beantwortet, der Gesamtwert liegt zwischen 0 und 34 Punkten. 0–12 Punkte sprechen für keine oder geringe Auffälligkeiten, 13–19 Punkte für Hinweise, die man beobachten sollte, und 20–34 Punkte für starke Hinweise mit Empfehlung zur fachlichen Abklärung.

Für welches Alter ist der Test geeignet? +

Die Pediatric Symptom Checklist wurde für Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 4 bis 16 Jahren entwickelt. Sie füllen den Fragebogen als Elternteil oder enge Bezugsperson aus und schätzen ein, wie häufig Sie die beschriebenen Verhaltensweisen bei Ihrem Kind beobachten.

Ist auffälliges Verhalten immer ein Zeichen für eine psychische Erkrankung? +

Nein. Trotzphasen, Unruhe oder zeitweiliger Rückzug gehören zur normalen Entwicklung, und viele Auffälligkeiten sind Reaktionen auf Belastungen wie einen Schulwechsel oder Konflikte in der Familie. Genauer hinschauen sollte man, wenn Veränderungen über längere Zeit anhalten, mehrere Lebensbereiche betreffen und das Kind darunter leidet.

An wen wende ich mich bei einem auffälligen Ergebnis? +

Erste Anlaufstelle ist die kinderärztliche Praxis, die körperliche Ursachen ausschließen und weitervermitteln kann. Fachlich zuständig sind Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen sowie Praxen für Kinder- und Jugendpsychiatrie; Termine vermittelt auch die Terminservicestelle unter der 116117. Erziehungsberatungsstellen bieten kostenfreie Unterstützung für Familien.

Behandelt Therapy Lift auch Kinder und Jugendliche? +

Nein, die Therapieangebote von Therapy Lift richten sich an Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche sind Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen, die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die kinderärztliche Praxis die richtigen Anlaufstellen. Eltern, die selbst stark belastet sind, können die Angebote für Erwachsene nutzen.

Was ist die Pediatric Symptom Checklist? +

Die Pediatric Symptom Checklist (PSC) ist ein international verbreiteter Screening-Fragebogen zur Früherkennung psychosozialer Auffälligkeiten bei Kindern, entwickelt am Massachusetts General Hospital. Unser Test nutzt die Kurzform mit 17 Fragen (PSC-17), die Aufmerksamkeit, emotionale Belastungen und Verhalten gegenüber anderen abdeckt.

Quellen

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine approbierte Psychotherapeut:in oder Ärzt:in.