Was kostet eine Psychotherapie?

In diesem Blogartikel werden wir einen genaueren Blick auf die Kosten der Psychotherapie in Deutschland werfen, um besser zu verstehen, womit gerechnet werden kann.

Einleitung

Die psychische Gesundheit ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Wohlbefindens, der Lebensqualität und des sozialen Miteinanders. Dennoch ist der Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland oft von langen Wartezeiten für gesetzlich Versicherte geprägt. Eine Alternative kann es sein, die Kosten selbst zu tragen. In diesem Blogartikel werden wir einen genaueren Blick auf die Kosten der Psychotherapie in Deutschland werfen, um besser zu verstehen, womit gerechnet werden kann.

Psychotherapie in Deutschland

Psychotherapie ist eine bewährte Methode zur Behandlung von psychischen Erkrankungen und emotionalen Problemen. In Deutschland gibt es verschiedene Formen der Psychotherapie, darunter die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die analytische Psychotherapie. Der Weg zur Psychotherapie beginnt oft mit einem Besuch bei einem Hausarzt/Hausärztin oder Psychiater/in, der dann gegebenenfalls eine Überweisung an eine Psychotherapeutin oder Psychotherapeuten ausstellt.

Kosten der Psychotherapie

Die Kosten der Psychotherapie in Deutschland variieren je nach Therapieform und der Art der Versicherung, die eine Person hat. Grundsätzlich stehen den Betroffenen drei Wege zur Verfügung, um eine Psychotherapie zu finanzieren: über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die private Krankenversicherung (PKV) oder als Selbstzahler/in.

Krankenversicherungen zahlen rund 150€/Stunde an Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten aus. Dies hängt von der Art der Therapieform ab und wie die Abrechnung gestaltet wird. Viele Therapeuten und Therapeutinnen bieten auch Tarife für Selbstzahlende an. Diese liegen meist über den Kosten, die eine Krankenversicherung erstattet. Achte bei der Auswahl auf einen für dich passenden Preis.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die GKV übernimmt die Kosten für Psychotherapie, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht und der Versicherte eine Diagnose nach ICD-10 vorweisen kann. Allerdings sind die Wartezeiten auf einen Therapieplatz oft lang, da es einen Mangel an Psychotherapeutinnen mit Kassenzulassung gibt, insbesondere in bestimmten Regionen Deutschlands.

Je nach Therapieform wird ein unterschiedliches Stundenkontigent bewilligt. Soll die Therapie anschließend verlängert werden, ist ein neuer Antrag erforderlich. Die meisten Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen arbeiten mit der Verhaltenstherapie. Dort wird in der Regel eine Kurzzeit-Therapie von 24 Stunden verordnet. Die länge der Therapie ist von vielen Faktoren abhängig und kann häufig auch kürzer sein.

Private Krankenversicherung (PKV)

Für Versicherte in der PKV können die Bedingungen für die Übernahme der Psychotherapiekosten variieren. Einige Tarife decken die Kosten der Psychotherapie vollständig, während andere nur Teile der Behandlungskosten erstatten. Es ist wichtig, die Bedingungen und Tarife der PKV sorgfältig zu prüfen, um zu verstehen, welche Kosten übernommen werden.

Für privat Versicherte gibt es die Möglichkeit die Therapie Online zu machen. Das hat viele Vorteile wie verringerte Fahrtzeiten, einfachere Terminfindung und mehr Auswahl an Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

Selbstzahlende

Für Menschen ohne Krankenversicherung oder wenn die Wartezeiten zu lang sind, um auf eine Kostenerstattung von der GKV oder PKV zu warten, bleibt die Möglichkeit der Selbstzahlende. In diesem Fall müssen die Betroffenen die Kosten der Psychotherapie selbst tragen. Die Preise können je nach Therapeutin und Region stark variieren. Für Selbstzahlende betragen die Sätze pro Stunde 120-300€.

Viele Indikationen können häufig schon nach wenigen Stunden gelindert werden. Mit einer Therapiesitzung pro Monat können Selbstzahlende über Online-Plattformen wie Therapy Lift mit Kosten von 400€/Monat rechnen. Auch längere Intervalle können vereinbart werden und somit die monatliche Kostenbelastung gesenkt werden. Mit einer Stunde alle zwei Wochen sinkt der Betrag bereits auf 200€/Monat.

Die Dauer einer Psychotherapie ist dabei individuell und sollte im Einzelfall abgestimmt werden. Häufig macht es Sinn mit wenigen Stunden zu beginnen und im Verlauf der Behandlung zu entscheiden, ob und wie es weitergeht.

Es gibt gute Gründe die Kosten einer Behandlung selbst zu tragen. Für bestimmte Berufe oder einen späteren Wechsel in die private Krankenversicherung ist es von Vorteil, wenn eine Diagnose für psychische Erkrankungen nicht in der Patientenakte auftaucht. Darüber hinaus erhältst du mehr Freiheiten in der Planung und Ausführung deiner Therapie. Du kannst flexibel je nach Bedarf deine Stunden buchen und bist nicht auf die Zusage deiner Krankenversicherung angewiesen. Zudem kannst du im Gegensatz zur gesetzlichen Versicherung alle Vorteile einer Online-Psychotherapie nutzen.

Fazit

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten vollständig, aber lange Wartezeiten und begrenzte Ressourcen können die Situation verschlimmern. Es ist wichtig, die individuellen Versicherungsbedingungen zu verstehen und zu prüfen, welche Leistungen in Anspruch genommen werden können. Darüber hinaus ist es an der Zeit, dass in Deutschland verstärkte Maßnahmen ergriffen werden, um den Zugang zur Psychotherapie zu erleichtern und die Kosten für die Betroffenen zu reduzieren, denn die psychische Gesundheit sollte für alle erschwinglich und zugänglich sein. Dazu gehört auch der einfache Zugang zu Online-Psychotherapie für gesetzlich Versicherte.